Bulgarien - Wissen um Land und Leute / Einstellungstest-Aufgaben


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Inhalte und Fragen

  1. Das Klima und Wetter des Landes
  2. Reisen nach Bulgarien
  3. Sicherheit und Aufenthalt
  4. Arbeit in Bulgarien
  5. Fazit



Bulgarien - Wissen um Land und Leute / Einstellungstest-Aufgaben

Wissen rund um das Land Bulgarien, dessen Natur, Land und Leute. Im Einstellungstest sind geografische Kenntnisse gefragt. In dieser Woche schauen wir uns das Land Bulgarien genauer an.

Malerische Strände im Osten und hohe Gebirge im Westen: Bulgarien ist ein landschaftlich vielseitiges Land. Aufgrund der offenen Gesellschaft und dem schönen Wetter im Sommer erfreut sich der Staat großer Beliebtheit bei Touristen. Auch Auswanderer haben die warmen Regionen am Meer für sich entdeckt, sollten allerdings ein paar Dinge wissen.

Das Klima und Wetter des Landes

Das Klima in Bulgarien ist primär gemäßigt kontinental. Dies bedeutet, dass man in der Regel mit heißen Sommern und sehr kalten Wintern rechnen muss. Allerdings gibt es durchaus regionale Unterschiede, was das Wetter betrifft. Da Bulgarien landschaftlich sehr unterschiedlich ist, wirkt sich dies auf das Klima in den verschiedenen Regionen aus.

Im Norden ist das kontinentale Klima am stärksten spürbar. Die Sommer sind hier sehr heiß und trocken, während die Winter tiefe Temperaturen und viel Schnee bringen. Etwas zentraler liegt die Marizaebene, die schon stärker von maritimen Einflüssen geprägt ist. Die Winter sind hier nicht mehr ganz so kalt, dafür fallen im Frühjahr deutlich mehr Niederschläge. An den Küstenregionen im Osten ist das mediterrane Klima am ausgeprägtesten. Auf heiße Sommer folgen ein milder Herbst und ein niederschlagreicher Winter. Ähnliches lässt sich auch im Südwesten beobachten, der Griechenland und die Türkei grenzt.

Reisen nach Bulgarien

Bulgarien ist auch als Reiseland sehr beliebt, da es nicht nur wettertechnisch, sondern auch landschaftlich und kulturell einiges zu bieten hat. Im Osten grenzt das Land beispielsweise an das Schwarze Meer. Die Region ist ein beliebter Badeort, da viele Strände und warme Thermalquellen Besucher anziehen. Der beliebteste Strand des Landes ist der Goldstrand. Dieser befindet sich in der Nähe der Stadt Warna. Der Name resultiert aus dem goldenen Sand, der bei sonnigem Wetter schimmert. Von diesem gibt es in der Region nicht zu wenig. Die durchschnittliche Temperatur beträgt von Juli und August um die 27 Grad, das Wasser erwärmt sich bis auf 24 Grad.

Der Strand am Schwarzen Meer ist jedoch nicht die einzige Sehenswürdigkeit, die Bulgarien zu bieten hat. Auch kulturell kommt man in dem Land auf seine Kosten. Aufgrund der Lage kamen über die Jahrhunderte Römer, Griechen, Osmanen, Russen und Türken in die Region und hinterließen ihre Spuren. Auch die Zahl der Klöster und Kirchen, die besichtigt werden können, sind in Bulgarien beinah kaum zu zählen. Historische Sehenswürdigkeiten finden sich neben der Hauptstadt Sofia auch in Orten wie Preslav, Baba, Vida, Starosel, Pliska, Perperikon und Schipka.

Naturfreunde dürften in Bulgarien ebenfalls nicht zu kurz kommen. Das Land ist für seine unberührten Landschaften berühmt und bietet das eine oder andere einzigartige Naturschauspiel. Der Wasserfall Polska Skakavitza, das Naturschutzgebiet Ropotamo Belogradchik, der Steinwald Taukliman Srebarna und die Höhle Saeva Dupka sind nur einige interessante Sehenswürdigkeiten, die man während einer Reise besuchen kann.

Sicherheit und Aufenthalt

Auch wenn Bulgarien ein Mitglied der Europäischen Union ist, gehört es nach aktuellem Stand nicht zum sogenannten Schengen-Raum. Reisende benötigen aus diesem Grund einen Reisepass oder einen noch mindestens 90 Tage gültigen Personalausweis. Hält man sich maximal 90 Tage im Land auf, brauch man sich keine Gedanken über ein Visa machen. Übersteigt der Aufenthalt aber diese Zeit, dann muss man eine Bescheinigung für EU-Bürger beantragen.

Die Sprache des Landes ist Bulgarisch, bei Minderheiten sind zudem Türkisch, Mazedonisch und Griechisch verbreitet. Als Ausländer kommt man in den großen Touristenzentren und der Hauptstadt Sofia mit Englisch meist gut weiter, sobald man in eher ländliche Regionen reist, kann es aber passieren, dass nur noch die heimische Sprache gesprochen wird.

Beim Thema Sicherheit sind vor allem Diebstähle ein großes Problem. Autos mit ausländischen Kennzeichen und Touristen sind ein beliebtes Ziel für Diebe. Hier ist Bulgarien allerdings nicht gefährlicher als es viele andere Touristenregionen im Mittelmeer sind.

Als Reisender sollte man sich zudem den Konsum von Alkohol und Drogen genau überlegen. Es gilt eine Promillegrenze von 0,5 für Autofahrer, die man nicht überschreiten sollte. Sowohl betrunkenes Fahren als auch der Konsum von illegalen Drogen wird sehr hart bestraft und kann bis zu 30 Jahre Gefängnis nach sich ziehen. Die Haftbedingungen sind dabei deutlich härter als beispielsweise in Deutschland.

Arbeit in Bulgarien

Neben dem Tourismus ist Bulgarien auch als Arbeitgeberland für viele Fachkräfte interessant. Besonders die IT-Branche ist nach heutigem Stand in dem Land aktiv und bietet gut bezahlte Arbeitsplätze. Da das Land zudem geringere Lebenserhaltungskosten hat, lässt es sich als gut bezahlte Fachkraft durchaus aushalten.

Bevor man seine Arbeit in Bulgarien antritt, sollte man aber auf ein paar Dinge achten. So benötigt man für einen längeren Aufenthalt die schon angesprochene Genehmigung für EU-Bürger. Darüber hinaus unterscheiden sich die Bestimmungen für die Rentenbeiträge zu Deutschland. Rein gesetzlich ist ein Arbeitgeber in Bulgarien nur verpflichtet, einen Mindestbetrag in die Rentenkasse einzuzahlen. Wer dies weiß, kann mit dem jeweiligen Unternehmen über die Summe verhandeln und so einen angemessenen Betrag erhalten.

Auch bei der medizinischen Versorgung gibt es ein paar Unterschiede. Auch wenn die Krankenkassen für die Behandlung aufkommt, kann es sein, dass man Ärzte in Bulgarien zusätzlich noch unter der Hand bezahlen muss. Besonders bei sehr guten Medizinern und Fachärzten ist dies durchaus nicht unüblich. Darüber hinaus gelten die Bulgaren selbst aber als sehr aufgeschlossen und freundlich. Auch Ausländer werden offen empfangen und in den Freundeskreis aufgenommen. Zu beachten ist aber, dass Nicken in Bulgarien keine Geste der Zustimmung ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern verneinen die Bulgaren eine Sache, wenn sie nicken. Dementsprechend signalisiert das Schütteln des Kopfes Zustimmung. Wer Missverständnisse vermeiden möchte, sollte sich daran erinnern.

Fazit

Bulgarien ist sowohl für Touristen als auch für Arbeiter ein interessantes Land. Mit warmen Sommern und kalten, schneereichen Wintern kommen sowohl die Badefreunde als auch die Wintersportler auf ihre Kosten. Zudem lädt die offene Gesellschaft Besucher und Auswanderer ein. Allerdings sollte man sich im Vorfeld über die - im Vergleich zu Deutschland - unterschiedlichen Gegebenheiten bei Dingen wie der Rentenversicherung oder der medizinischen Versorgung im Klaren sein.


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